Bei den Windenergieanlagen hat sich bezüglich der Größe und Energieeffizienz sehr viel gatan.

Die Mitte der 80'er Jahre damals größten WEA der Welt "GROWIAN" mit 150m Höhe, Leistung 3 MW, erzeugt heute nur noch ein müdes Lächeln. Die heutigen 200m Anlagen liefern bis zu 7,5 MW an Leistung! Leider gilt bei WEA ein ähnliches Prinzip wie bei fossilen Energieerzeugern, je größer desto wirtschaftlicher, desto größer aber auch die Immissionen auf den Menschen bzw. auf die Umwelt....

Quelle: Bayerischer Rundfunk
Quelle: Bayerischer Rundfunk

So sehen dann 180m hohe Anlagen in direkter Nähe zu Wohngebieten aus.

Der positive Begriff regenerative Energien sollte nicht ad absurdum geführt werden. Derartige Industrieanlagen haben signifikante Auswirkungen auf die Menschen. Gegenüber den fossilen Energieträgern (Atomkraft, Kohle usw.) Not gegen Elend einzutauschen, kann nicht das Ziel einer Energiewende sein.

Vor 10-15 Jahren waren die bestehenden Anlagen in Südergellersen und Dahlenburg aktueller Stand der Technik. Mit eben 120-140m Gesamthöhe nicht gerade klein, sind die neueren Anlagen deutlich größer.

Allein die Dimensionen am Fuß einer Windenergieanlage verdeutlichen die unterschiedlichen Dimensionen.Der Zuwachs der Größen solcher Windenergieanlagen ist gigantisch.

 

Die neue Größe von Windkraftanlagen ist gleichzeitig auch ein großes Problem.

Die Fläche der Rotorblätter nimmt deutlich zu (aktuell beträgt sie über 1,5 Fussballfelder), die Dominanz gegenüber der Umgebung steigt ebenfalls deutlich. Insofern ist die Belastungsgrenze durch Vorrangflächen schnell erreicht.

Werden diese Vorrangflächen wie im Bereich Wetzen/Oerzen/Südergellersen derart großflächig gestaltet, sind Berrierewirkungen für Tiere und Probleme für Menschen sowohl mit hörbaren Schall als auch Infraschall vorprogrammiert..alles eine Frage der Abstände.

 

Direkt bei der Autobahnausfahrt A7 Waltershof / kurz vor dem Elbtunnel sehen sie dann Richtung Köhlbrandbrücke das aktuelle technisch machbare: 2 Windkraftanlagen E-127 der Fa. Enercon mit je 200m Gesamthöhe! Im Hintergrund stehen kleine Anlagen wie in Südergellersen / Dahlenburg.

Der Hamburger Michel und die Pfeiler der Köhlbrandbrücke bringen es dagegen nur auf ca. 130m.

Damit sind diese Windräder nach dem Fersehturm die zweithöchsten Gebäude in ganz Hamburg.

Solche Windkraftwerke sind im Industriegebiet Hamburger Hafen genau richtig platziert, mit Sicherheit aber nicht im Naturpark Lüneburger Heide!